Interne Hämorrhoiden! Was nun?

Patienten die von Hämorrhoiden betroffen sind, erleben oft eine unangenehme Mischung aus Schmerz und Scham, die Arztbesuche schwierig machen können. Allerdings sollten Betroffene sich dennoch überwinden, denn die unangenehmen Symptome von Hämorrhoiden sind relativ leicht zu behandeln und zwar so, dass diese kaum noch Unbehagen auslösen!

Unter Hämorrhoiden versteht man im allgemeinen geschwollene Venen im Rektalbereich, genauer gesagt im sogenannten Hämorrhoidalplexus. Hämorrhoiden können sowohl intern wie extern auftreten, was jeweils unterschiedliche Behandlungsvorgänge erforderlich macht. Im folgenden befassen wir uns mit internen Hämorrhoiden und wie man gegen diese vorgeht.

Interne Hämorrhoiden: Symptome und Erkennungsmerkmale

Im Unterschied zu extern auftretenden Hämorrhoiden sind interne Hämorrhoiden meist zwar unangenehm, aber bei weitem nicht so schmerzhaft wie beispielsweise thromboisierte externen Vorkommnissen. Erkennen kann man interne Hämorrhoiden am ehesten, wenn nach dem Stuhlgang Blut am Rektum beziehungsweise am Toilettenpapier oder in der Toilettenschüssel ist.

Da die Hämorrhoiden-Symptomatik (Liste) jedoch auch auf weitaus schlimmere Erkrankungen zutreffen kann, sollten sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um diese auszuschließen, wenn sie Rektalblutungen bei sich entdecken.

Übliche Behandlungswege für weniger stark ausgebildete interne Hämorrhoiden

Falls sie an internen Hämorrhoiden leiden sollten, wird die Behandlung in erster Linie gegen die Symptome vorgehen. Dies ist in einem großteil der Fälle ausreichend, operative Eingriffe oder ähnliches sind selten vonnöten.

Häufig werden Substanzen verschrieben, die den Stuhl aufweichen (z. B. Ducusat, Psyllium), was die Gefahr des Aufplatzens der Hämorrhoiden vermindert. Warme Sitzbäder (z. B. Sitzen in angenehm warmem Wasser für 10 Minuten) nach jedem Stuhlgang können schnelle Linderung verschaffen. Bei Bedarf können auch anästhesierende Salben zum Einsatz kommen, die Lidocain enthalten. Ebenso können Hamameliskompressen verwendet werden, warum diese Linderung verschaffen ist allerdings bisher unklar.

Der Ernstfall: größere interne Hämorrhoiden die nicht auf die vorherigen Behandlungsmethoden reagieren

Wenn sich die Hämorrhoiden als hartnäckiger herausstellen sollten, wird zur schnellen Schmerzlinderung veranlasst die betroffenen Körperstellen aufzuschneiden und mit einer Zange oder ähnlichem zu entleeren. Ersatzweise oder in Kombination damit werden häufig Sklerotherapien angewandt. Dieser Prozess ist im Volksmund bekannter unter dem Namen „Verödung.“ Im wesentlichen bedeutet dies, dass das Hämorrhoidalgewebe vernarbt wird und somit schmerzfrei wird. Weitere Tipps gegen Hämorrhoiden auf Haemorrhoidenhelfer.de.

Bei größeren inneren Hämorrhoiden oder bei Nichtansprechen auf eine Sklerotherapie wird die Gummibandligatur eingesetzt. Die innere Hämorrhoide wird hier erfasst und durch ein gedehntes Gummiband gezogen, das nach Loslassen die Hämorrhoide abbindet, was das betroffene Gewebe abtötet und Ablösung führt. Diese Art der Behandlung wird im Zweiwochentakt durchgeführt und da sie eher in schweren Fällen verwendet werden häufig mehrere Hämorrhoiden pro Sitzung entfernt. Patienten sollten sich in diesem Fall darauf einstellen, dass es drei bis sechs Sitzungen in Anspruch nehmen kann alle zu beseitigen. Die Heilungschancen sind im Normalfall gut.

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